Den Münsteraner Design Gipfel gibt es seit mittlerweile 2010 — damals fand er noch in der Clubschiene statt und hat dennoch schon 2000 Besucher angezogen. Mittlerweile ist er in die doch etwas größere Mensa am Ring umgezogen und hat am vergangenen Wochenende mit über 80 Ausstellern gelockt. Wir waren natürlich auch am Start, allerdings musste ich spontan auf die Begleitung der lieben Alex verzichten, die kurzfristig einen Totalausfall ihrer Stimme zu beklagen hatte. Für mich als kleinen Sozialphobiker wurde der Design Gipfel also auch zu einer ganz persönlichen Mutprobe.

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Am Einlass wurde ich direkt von der lieben Anna, die den Design Gipfel zusammen mit Katharina ins Leben gerufen hat, eingesammelt und bekam eine kurze Einführung, was ich wo finde, wie die Veranstaltung entstanden ist und noch einiges mehr. Wären nicht noch so viele andere Menschen da gewesen, ich hätte mich dank des herzlichen Willkommens direkt zu Hause gefühlt. Ein paar Minuten später entdeckte ich dann einen Geldautomaten. Na, super. Um mein ohnehin bereits ziemlich leergefegtes Konto zu schonen, hatte ich absichtlich wenig Bargeld mitgekommen. Nichts ausgeben hat also schon mal richtig gut funktioniert. Nicht.

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Wenn ich den Design Gipfel in einem Wort zusammenfassen müsste, es wäre liebevoll. Alle Verkäufer*innen sind superlieb und freuen sich über jede Nachfrage. Katja von Honigkukuk zum Beispiel ist vor gar nicht allzu langer Zeit vom trubeligen Barcelona zurück ins beschauliche Münsterland gezogen und stellt u.a. ganz bezaubernde Stempel her. (Mit Eichhörnchen, Füchsen und Igeln kriegt man mich ja sofort, ne.) Beim Schlendern durch die Gänge wusste ich wirklich nicht, wo ich anfangen und wo aufhören sollte. Im Nachhinein habe ich vermutlich ziemlich viele Stände übersehen — beim nächsten Mal muss ich definitiv wieder hin. Natürlich waren auch ein paar bekanntere Local Heroes am Start, zum Beispiel die Mädels von odernichtoderdoch.de, bei denen ich nicht widerstehen konnte und etwas kaufen musste. Schreibwaren! ♡ Was, das werde ich an dieser Stelle nicht verraten, weil es ein Geschenk werden soll. Glaube ich.

Leider kann ich nicht über alle tollen Stände berichten, deshalb beschränke ich mich auf ein paar, die mir besonders gut gefallen haben. Der Post würde sonst vermutlich noch mehr ausufern als es ohnehin bereits der Fall ist.

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Nachdem ich durch die ganze Mensa geschlendert bin, blieb ich zuerst bei TAHTI bags & accessoires hängen. Hinter dem kleinen, aber großartigen Label aus Dortmund steht Tanja, die nicht nur Illustration, sondern auch Modedesign studiert hat und jetzt ganz frisch ihr eigenes Label an den Start gebracht hat, nachdem sie bei früheren Veranstaltungen ihre Illustrationen verkauft hatte. Ihre Taschen könnten kaum besser verarbeitet sein. Fester Baumwollstoff, schönes Leder und Kunstleder, das ich gar nicht als solches erkannt habe, bilden die Grundlage für die schlichten Lieblingsstücke. Ich brauche mehr Geld, wirklich!

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Mitten im Gewusel kam ich dann mit Leonie aus Tecklenburg ins Gespräch. Unter dem Namen Leo La Douce bietet die Illustratorin und Designerin nicht nur Hübsches für die Wohnzimmerwand, sondern ebenso Schreibwaren an. (Ihr erkennt ein Muster, oder?) Ich bin also extra zu besagtem Geldautomaten zurückgelaufen, um mir ein paar Stücke zu kaufen. Zu dem Zeitpunkt war ich dann schon so durch den Wind, dass ich nur meine EC-Karte mitnahm und mir eine nette Besucherin, die den Automaten ebenfalls nutzen wollte, mein Bargeld hinterhertrug. Schöne Schreibwaren machen so etwas mit mir. Da die liebe Leonie gerade erst so richtig durchstartet, ist ihre Website noch im Aufbau. Behaltet sie auf jeden Fall im Auge!

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Irgendwann knurrte mir dann doch ganz schön der Magen. Leider konnte ich nicht orten, woher denn der Waffelgeruch kam, der immer mal wieder in der Luft lag. Die Lösung meines Problems lag auf der Hand: Snacks! Mein nächster Stop war deshalb bei TUGGA. Für die kunterbunten und durchweg leckeren Naschereien hat sich der Münsteraner Designer Jonas Börste mit dem Unternehmen Snack-Republic zusammengetan — das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ich habe mich durch alle noch vorhandenen Sorten (ja, es waren wirklich schon welche ausverkauft) getestet und musste am Ende doch noch ein paar mit nach Hause nehmen. Ich bereue nichts! Einige Sorten sind übrigens vegan, die Verpackungen sind überwiegend aus Papier, der Preis absolut in Ordnung und wenn TUGGA auch noch ohne Palmöl auskäme, ich würde ich vermutlich Luftsprünge machen.

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Ein bekanntes Gesicht konnte ich im Laufe des Tages auch noch entdecken. Hinter dem Namen Recycling in Pieces steckt Alex, die zufällig in einem Haus mit einer lieben Freundin wohnt und mir deshalb nicht ganz unbekannt war. Also nicht die Alex, die mit uns bloggt. Recycling in Pieces steht für faire und oft auch recycelte Kleidung, die von schlicht bis außergewöhnlich für jeden, der darauf achten möchte, fair zu kaufen, etwas im Sortiment hat. Besonders angetan war ich von dem waldgrünen Shirt, das ihr auf dem Foto sehen könnt. Die aufgenähten Patches sind übrigens aus Kork — einem nachwachsender Rohstoff, der so widerstandsfähig wie Leder ist.

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Im Eingangsbereich landete ich dann bei den Jungs von Ripflip-Skateboardrecycling, die mir nicht nur Pommes abgegeben haben, weil mein Magen schon wieder knurrte, sondern auch ziemlich tolles Zeug aus alten Skateboards machen. Ich bin ja handwerklich gesehen eher eine Niete und kriege Dinge, die über die Reparatur eines Fahrradschlauchs hinausgehen, nicht hin. Meistens. Umso erstaunter war ich darüber, was man aus so alten Brettern noch alles machen kann. (Wer schenkt mir denn jetzt bitte so einen Kugelschreiber? Danke!)

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Was ihr hier seht? Naja, sagen wir mal so. Die lieben Menschen vom Design Gipfel sind ein bisschen verrückt und dezent eskaliert. Anna schlug mir vor, am Ende meines Rundgangs noch einmal bei ihr vorbeizuschauen, um meine Goodie Bag abzuholen. Das Gewicht dieser Tasche war mit einem Plasterstein zu vergleichen und jetzt, wo ich das meiste auf dem Boden ausgebreitet habe, weiß ich gar nicht, wie das alles in einen Jutebeutel gepasst hat. Die zwei anderen Beutel von odernichtoderdoch.de und Kipepeo Clothing habe ich Horst natürlich auf dem Foto ganz vergessen. Mal im Ernst: Vielen, vielen Dank an die Aussteller, die bereit waren, Produkte für diese Taschen zu spenden! ♡

Eigentlich hätte jeder hier sein eigenes Dankeschön verdient, doch ich kann tatsächlich nicht jedes Produkt einem Hersteller zuordnen, obwohl jede Menge Visitenkarten an eben diese Stücke geheftet oder dem Beutel beigelegt waren. Wer auf der Suche nach kleinen Aufmerksamkeiten ist, sollte allerdings auf jeden Fall mal bei Lieb & Lecker oder tingis natural vorbeischauen!

Hier sind meine persönlichen Favoriten:

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Über Leo La Douce muss ich ja nicht mehr viel sagen, neben der kleinen Aufmerksamkeit wanderte noch ein weiterer Block und eine Geburtstagskarte in meine Einkaufstasche. Ich warte dann mal gespannt auf neue Designs und einen Onlineshop! TUGGA packten ihre Lecker Wölkchen (Cornflakes mit Kürbiskernen und Cranberris in weißer Schokolade) in die Tasche, ich habe dann noch bei den Sorten Mandelicious (Mandeln in Schoko-Zimt-Hülle), Samurice (Vollkorn-Reis-Cracker mit schwarzem Pfeffer) und Wacky Wasabi (Erdnüsse im Wasabimantel) zugeschlagen. Einzig mein eiserner Wille hat mich bisher davon abgehalten, schon alle aufzufuttern. Okay. die Wasabinüsse sind auch ziemlich scharf, die kann ich nicht in einer Minute wegatmen. An den Stand der Porzellanmanufaktur Raupauch habe ich mich kaum rangetraut — schließlich kommt mein körperliches Geschick dem sprichwörtlichen Elefant im Porzellanladen ziemlich nah. Umso mehr habe ich mich über diese riesige Tasse gefreut, die ich bald zum ersten Mal mit Kaffee füllen werde.

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Gewürzmischungen: Karl Konrad’s Kindeskinder | Socken: Solo Socks
Blühendes Konfetti: PomPom Manufaktur | Beanie: Recycling in Pieces
Armband: Bellybird | Schlüsselanhänger mit Quaste: Herdentier
Schlüsselanhänger: Ripflip-Skateboardrecycling
goldene Ohrstecker: State of A | weiße Ohrstecker: Ann & für mich
Denim-Täschchen: Sense of Things | Marmelade: onemillionfruits

(Das hier sind noch einige weitere Lieblingsstücke, dieses Mal in Kurzform.)

Gemessen daran, wie viele schöne Dinge ich nicht nur gesehen, sondern auch in den Händen gehalten habe, ist das hier nur ein ganz kleiner Ausschnitt. Wie gesagt — ich möchte den Rahmen nicht sprengen. Mit dem Design Gipfel haben Anna und Katherina eine wunderbare Veranstaltung ins Leben gerufen, die definitiv einen Besuch wert ist! Wir haben uns riesig über die Einladung gefreut! Der Standort Münster ist dabei nur eine von insgesamt vier Locations, bei denen ihr vorbeischauen könnt. Wenn ihr also noch einen Ausflugstipp für die kommenden Wochenenden sucht, warten Bielefeld und Essen auf euch!

Weitere Termine:

02.+03. April
Bielefeld, Ausstellungshalle
09.+10. April
Essen, Zeche Zollverein (Halle 5)

Der Eintritt kostet auch hier drei Euro und die Türen sind von 12 bis 18 Uhr für euch geöffnet!

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