Hello, hello! Na, das nenne ich mal eine gelungene Pause. Momentan ist alles ein bisschen ruhiger im Hause Art Lovers. Zwei Girls befinden sich im Umzugsstress, Martyn hat sich ein etwas unpraktisches Fashion-Accessoire in Form eines Gipsarms zugelegt und bei Sandra und mir kommt gerade doch recht oft das Leben dazwischen. Da ich aber momentan allerdings den Husten des Todes habe und am Wochenende nur im Bett liegen und Tee trinken werde, dachte ich, ich nutze mal die günstige Gelegenheit und hau‘ mal wieder einen Film-Post raus. Gesagt, getan!

Hätte ich es mir einfach machen wollen, wäre La La Land vermutlich meine erste Wahl gewesen. Aber nein. Einfach gibt’s nicht und auch wenn ich den Film in der nahen oder fernen Zukunft sicherlich noch einmal im Originalton sehen werde — I have this thing for musicals — eilt das nicht. Die Spielzeiten eben dieser Fassung sind ohnehin eher so lala. (Was für ein guter Wortwitz…) Also. Film. Freitag. Am 9. Februar startet im von mir heißgeliebten Cinema Scarred Hearts vom rumänischen Regisseur Radu Jude, der beim Filmfestival Locarno im vergangenen Jahr seine Premiere feierte.

© Radu Jude / Festival del film Locarno 2016

© Radu Jude / Festival del film Locarno 2016
(Bildmaterial: © Radu Jude / Festival del film Locarno 2016)

Der 20-jährige Emanuel (Lucian Rus) wird von seinem resoluten Kaufmannsvater im Jahr 1937 in ein Sanatorium gebracht. Er ist an Knochentuberkulose erkrankt, außerdem wird dort die Pottsche Krankheit diagnostiziert, eine eitrige Entzündung der Wirbelsäule. Erst muss sich Emanuel an das Liegen gewöhnen, er wird punktiert, damit die Eiterblase nicht platzt und sein Blut vergiftet und sein Oberkörper eingegipst, um die Wirbelsäule zu stützen. Fortan wird er den größten Teil seiner Zeit liegend verbringen und auf die Hilfe anderer angewiesen sein. und er wird fortan ständig, eventuell jahrelang liegen müssen, stets auf die Hilfe anderer angewiesen sein.

Klingt natürlich erst einmal ziemlich deprimierend, der Trailer macht jedoch einen anderen Eindruck. Bisweilen ist Scarred Hearts humorvoll, zumindest aber ziemlich absurd bzw. wirkt sogar etwas surreal. Das mag sicherlich an den medizinischen Methoden liegen, die im Nachhinein ziemlich seltsam anmuten, aber auch der starren Kamera geschuldet sein, die das Geschehen ähnlich „stillgelegt“ wie seine Protagonisten einfängt. Man darf also gespannt sein! 🙂

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