Es gibt einige Lebensmittel, an denen sich die Geister scheiden. Über die Ehen zerbrechen. Die ein Kindheits-Trauma auslösen. Oliven zum Beispiel. Oder rote Bete. Wackelpudding vielleicht. Ganz sicher aber gehört Rosenkohl in diese Kategorie.

Die eigentlich sanft schmeckenden Kohlknöllchen sorgen sowohl für Freudensprünge als auch für vor Ekel verzerrte Gesichter. Da es weitaus strenger schmeckende Kohlsorten gibt, liegt die Vermutung nahe, dass für die meisten Rosenkohl-Verachter matschig gekochte, zwangsweise verabreichte Rosenköhlchen aus Kindertagen zu einer starken, nicht reversiblen Abneigung  geführt haben.

Das folgende Rezept soll Rosenkohl-Zweiflern das traditionelle Wintergemüse wieder schmackhaft machen und Rosenkohl-Fans eine weitere Variante für einen Rosenkohl-Schmaus bieten.

rosenkohl-vor-tuch

Für das gewisse Quantum an Eleganz sorgt der französische Name für Rosenkohl: chou de Bruxelles. So wird aus schlichten Rosenkohl-Nudeln eine Portion Pasta Bruxelles.

schuessel

Für zwei Personen braucht man:

  • 200-250 g Pasta (Penne, Farfalle, Fussili, gerne auch die Vollkornversion)
  • 350 – 400 g Rosenkohl
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 2 EL weißen Balsamico Essig oder Weißwein Essig
  • 250 g Hafer/Soja/Reis Cuisine Creme oder Sahne
  • 50 g Walnüsse
  • 1 Prise Muskat
  • Olivenöl
  • Salz & Pfeffer

Zuerst die Pasta in reichlich Salzwasser kochen. Die Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Die harten Enden der Rosenkohlköpfe abschneiden. Die Rosenkohlköpfchen in wenig Salzwasser ca. 5 Minuten blanchieren, dann abgießen. Die Zwiebel in feine Stücke schneiden, die Knoblauchzehe schälen und halbieren.

Einen Schuss Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, um die geschnittenen Zwiebeln und die halbierte Knoblauchzehe darin anzuschwitzen. Die blanchierten Rosenköhlchen in Hälften oder je nach Größe sogar in Viertel schneiden und in die Pfanne geben. Unter Rühren anbraten und schließlich mit dem Essig ablöschen. Wenn dieser fast verkocht ist, ein Drittel der Pflanzensahne dazugeben und eindicken lassen.

Etwas Muskat in die Pfanne reiben und das Ganze mit Salz & Pfeffer würzen. Das zweite Drittel Creme in die Pfanne gießen und wieder eindicken lassen. Dann das letzte Drittel zgießen, abschmecken und die Nudeln zugeben. Alles umrühren bis wirklich jede Nudel mit der Soße überzogen ist. Mit den gerösteten Nüssen bestreuen und genießen…

Guten Appetit!

pasta-bruxelles

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3 comments

  1. Oh ja – bin auch noch immer in der Kennenlern-Phase mit dem guten chou de Bruxelles. Hmm wir tasten uns sehr langsam aneinander heran. Vielleicht probiere ich dieses Gericht mal. Wenn der wenigstens super schlau machen würde, wenn man ihn isst oder man auf der Stelle 7kg verliert, ich würde mich glatt noch öfter trauen, aber soooo hmmm langsam langsam langsam wird es vielleicht 😉

  2. Oh das ist eine super Idee. ich habe noch Orchiette-Nudeln übrig und Rosenkohl hab ich auch daheim. Aber ich werde die Walnüsse durch Pinienkerne ersetzen.

    Danke für das tolle Rezept.

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