Während unser Martyn als DJ für die Kategorie „Musik“ quasi prädestiniert ist und montags einen angenehmen Start in die Woche verspricht, bin ich mit meinem filmwissenschaftlichen Schwerpunkt in meinem Studium dazu auserkoren worden, euer Wochenende mit Filmtipps einzuläuten. Falls ihr euch dann also morgens verkatert im Bett wiederfindet – unwillig, ebendieses zu verlassen – wisst ihr jetzt, was zu tun ist. Von der Bestellung der obligatorischen Frühstückspizza mal abgesehen. Oder ihr steht einfach eher auf gemütliche Filmabende inklusive Comfort Food auf dem Sofa und weniger auf die ebenfalls obligatorischen Kopfschmerzen und verqualmten Klamotten – so wie ich.

Was meine Auswahl betrifft, möchte ich versuchen, mich da so wenig wie möglich einzuschränken: Neues und Klassiker, Filme in Schwarz-Weiß und Farbe, oder wie heute: eine TV-Serie. Gleich am Anfang aus der Reihe zu fallen, das kann ja nur gut werden.

Sofia Helin als Saga Norén (© ZDF / Carolina Romare)
(Bildmaterial: © ZDF / Carolina Romare)

Broen bzw. Bron ist eine dänisch-schwedisch-deutsche Produktion, an der u.a. das ZDF beteiligt ist, das die Serie unter dem Titel Die Brücke – Transit in den Tod ausstrahlt. Klingt erstmal abgedroschen, hat mich dann aber doch noch überzeugt – zumindest die erste der beiden Staffeln, weiter bin ich bisher trotz exzessivem Vor’m-Rechner-Hockens nicht gekommen. Eine dritte Staffel steht übrigens für den Herbst 2015 in den Startlöchern und die zweite wird ab März im ZDF gezeigt.

Also worum geht es eigentlich? Allgemein gesagt: um die Zusammenarbeit der Polizeibehörden in Malmö und Kopenhagen – vor allem in Gestalt der beiden Ermittler Saga Norén (Sofia Helin) und Martin Rohde (Kim Bodnia). Konkret wird es in der Handlung der ersten Staffel mit dem Fund eines zweigeteilten Frauenkörpers auf der Öresundbrücke, die Dänemark und Schweden miteinander verbindet. Unglücklich: die Tote liegt genau auf der Grenze zwischen beiden Ländern – der eine Teil auf dänischer, der andere auf schwedischer Seite. Spannend wird es, wenn sich herausstellt, das Ober- und Unterkörper zu unterschiedlichen Frauen gehören. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, für den Serienliebhaber gibt es schließlich kaum ein größeres Drama als Spoiler. Wenn ich Bron / Broen in aller Kürze zusammenfassen müsste, würde ich die Serie als skandinavisches Kind vom Tatort beschreiben. Nur halt besser. Wer schwedische Thriller kennt, der weiß vielleicht, was ich meine. Bron / Broen kommt in kühler Optik daher, mit dem Fokus auf der eher ruhigen Erzählung statt auf einem Effektgewitter. Glaubt mir, diese Ruhe macht einen irgendwann wahnsinnig. Neben der Story, bei deren Verlauf man immer wieder denkt, dass es ja gar nicht mehr schlimmer kommen kann (doch!), sorgt das ungleiche Ermittlerduo für Unterhaltung, wobei wir wieder beim Tatort wären.

Mehr sollte ich vielleicht wirklich nicht schreiben, am Ende ist es ja doch zu viel. Ein schneller Tipp zum Schluss: Die ersten beiden Staffeln findet ihr bei Netflix und hier ist noch ein kurzer Trailer, der auch nicht unnötig spoilert. Ehrlich!

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