Freunde sind dazu da, gemeinsam tonnenweise Pizza zu verschlingen und sich schlechte Filme anzugucken. Freunde sind aber auch dazu da, uns etwas beizubringen. Das ist die Idee hinter friends with benefits, denn hier werden deine Freunde zu Professoren für einen Tag und lassen dich während eines Workshops an ihrem Rocket Science Wissen teilhaben.

Dieser Blogbeitrag ist der Beweis dafür, welch wundervolle Menschen man auf Instagram kennenlernen kann. Kristina ist so ein Mensch. Seitdem die App vor rund vier Jahren auf meinem allerallerallerersten Smartphone landete, ist Kristina aus meiner kleinen Instafamilie nicht mehr wegzudenken. Dino-Liebe sei Dank. Uns verbindet aber nicht nur die tiefsinnige Liebe zu längst ausgestorbenen, prähistorischen Reptilien, sondern auch die Leidenschaft, Neues zu lernen und unser Wissen an andere weiterzugeben. Gemeinsam mit der Art Direktorin und Illustratorin Eva, hat Kristina im Jahr 2014 friends with benefits gegründet. Heute erzählt uns die Digitalstrategin, was genau dahinter steckt.

Alex: Kristina, erzähl uns doch mal etwas über dich selbst, deine Arbeit, friends with benefits und was du sonst noch unbedingt schon einmal loswerden wolltest.

Kristina: Hej! Ich bin Kristina, großer Dinosaurierliebhaber, Kaffeesüchtige und habe eine Windpockennarbe auf der Stirn, von der ich lange Jahre hoffte, sie würde mich nach Hogwarts bringen. Ich arbeite als Digitalstrategin in einer Hamburger Agentur und mache das Ganze auch noch aus Überzeugung und mit Leidenschaft. friends with benefits ist eine Schnapsidee, die ich seit letztem Jahr mit meiner Partnerin in Crime, Eva, umsetze. Dabei geht es darum, von Freunden und solchen, die es noch werden können, interessante Fähigkeiten zu lernen. Das Ganze findet im Rahmen eines Workshops statt, bei dem wir für Kaffee, Stullen und gute Laune sorgen.

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Cake Baking with Rebekka

Alex: Wie und wann entstand die Idee zu friends with benefits?

Kristina: Eva und ich hatten schon häufiger darüber gesprochen, wie viel Potenzial eigentlich in so nem Freundeskreis schlummert und dass wir die ganzen tollen Sachen, die unsere Freunde so drauf haben, eigentlich auch gerne können würden. Irgendwann kam sie dann mit der Idee von friends with benefits auf mich zu und ich war natürlich sofort dabei. Das Ganze passierte letztes Jahr im Februar und wir haben einfach mal angefangen. Anfangs dachten wir noch, das würde sich größtenteils nur in unserem Freundeskreis abspielen. Als wir dann aber von allen Seiten großen Zuspruch und Anmeldungen entgegennahmen, haben wir gemerkt: Oh Mann, vielleicht finden nicht nur wir die Idee gut.

Alex: Wenn du einen fiktiven/historischen Charakter nach Hamburg einladen könntest, welcher friend wäre das und was wären die benefits, die er/sie in eurem Workshop vermitteln könnte?

Kristina: Hm. Ich glaube, ich würde Mary Poppins einladen, die mir beibringt, wie man seine Wohnung sauber bekommt, indem man mit den Fingern schnippst. Aufräumen ist doch einfach überbewertet.

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Lettering mit Chris Campe

Alex: Welcher Workshop steht als Nächstes an?

Kristina: Das wissen wir ehrlich gesagt noch gar nicht so genau. Wir haben superviele Ideen, wollen dieses Jahr aber ein bisschen intensiver planen und uns Gedanken machen, wohin die Reise eigentlich gehen soll.  Neues Jahr, neue Vorsätze 😉 Auf jeden Fall haben wir zwei, drei Sachen in der Pipeline, die im Februar und März in die Startlöcher gehen. Dranbleiben lohnt sich also. 

Alex: Wie und bis zu welchem Zeitpunkt kann ich mich dafür anmelden?

Kristina: Der Anmeldeprozess ist bei jedem Workshop anders. Je nach Nachfrage, Thema und Planungsphase haben wir Workshops, bei denen es schon Wochen vorher ne Warteliste gibt und solche, bei denen man am selben Tag noch vorbeischneien kann. Wir versuchen, flexibel zu bleiben und quetschen zur Not auch noch den letzten Teilnehmer mit in den Raum, auch wenn der dann auf einem Hocker sitzen muss.

Alex: Muss ich irgendetwas mitbringen? Darf ich meinen Hund mitbringen? 

Kristina: Mitbringen muss man nichts. Wir machen das immer so, dass alle Utensilien, die man im Workshop braucht, am Anfang als kleines Paket an die Teilnehmer gehen. Das ist unsere Art und Weise, die Schultüte wieder aufleben zu lassen. Schulbrote gibt es dann auch und jede Menge Kaffee von Playground CoffeeHunde sind übrigens auch immer gerne gesehen. Dies sind unsere liebsten Teilnehmer <3

Alex: Wie sehen eure Pläne für die nahe Zukunft aus? 

Kristina: Unser Plan ist es, nicht zu viel Plan zu haben. Von Anfang an war friends with benefits ein Konzept, das sich selbst geformt hat. Wir möchten uns nicht zu sehr festlegen. Am Anfang hatten wir z.B. überlegt, ob wir uns bei den Workshops thematisch einschränken möchten. Haben wir aber bewusst nicht gemacht, denn so können wir ausprobieren und austesten, auf was die Leute Bock haben und was gut angenommen wird. Eigentlich ist das ganze Konzept ein Workshop, bei dem man immer wieder was lernt und dann neu umsetzt.

Ein kleiner Wunsch ist, dass friends with benefits zu einer größeren Community heranwächst, in der nicht nur wir, sondern auch andere Menschen Workshops mit ihren Freunden organisieren können. Dass wir den Grundstein gelegt haben, soll nicht bedeuten, dass aus dem Gebäude nicht vielleicht eine riesige Wohngemeinschaft wird.

Alex: Soll Friends with benefits auch in andere deutsche Städte expandieren?

Kristina: Wenn sich Leute finden, die die Workshops in anderen Städten organisieren und in die Hand nehmen wollen – wer weiß?! Die Voraussetzungen dafür sind ein Händchen für Stullenschmiererei und dass sie ein friend von uns werden. Das Konzept basiert ja auf Bekannten mit Persönlichkeit – und das soll auch so bleiben.

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Craft Beer

Alex: Sonst noch was?  

Kristina: Patterns for president.

Tack så mycket, Kristina <3

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