Nachdem ich euch bereits hier vom fantastischen und mitreißendem Spiel Heavy Rain berichtet habe, liegt es auf der Hand, dass nun auch das Spiel Beyond: Two Souls folgt. Nicht nur, weil die beiden Games für die Playstation 4 in einer Collection erhältlich (erschienen ist es für die Playstation 3 jedoch bereits am 08. Oktober 2013) sind, sondern eben auch, weil Beyond: Two Souls genau wie Heavy Rain vom französischen Entwicklungsstudio Quantic Dream stammt.

Denoch sind die beiden Geschichten komplett unabhängig, aber gewisse Parallelen zu der Art und Weise der Erzählung sind dennoch unübersehbar, was wirklich gut ist, denn wer schon an Heavy Rain Gefallen gefunden hat, wird bei Beyond: Two Souls garantiert nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil.

Fans wie Kritiker sprechen auch hier gerne von einem „interaktiven Film“, zum Zurücklehnen und in den Popcorneimer greifen bleibt aber trotzdem nur wenig Zeit. Dass besonders dieses Spiel sich wie ein solcher anfühlt, liegt vermutlich vor allem an der hochkarätigen Starbesetzung von Willem Dafoe, der den Forscher Nathan Dawkins und Ellen Page, die die Protagonistin Jodie Holmes spielt.

Jodie Holmes besitzt seit ihrer Geburt Kontakte zur Parallelwelt, der sogenannten Infrawelt, in der Existenzen hausen, die ihr sowie auch anderen Menschen körperliche Verletzungen zufügen. Ein übersinnliches Wesen namens Aiden ist dabei ihr ständiger Begleiter und Jodie versucht über die gesamte Handlung hinweg seine wahre Natur zu enthüllen.

Beyond: Two Souls – Zwischen den Parallelwelten

Die Story selbst wird in einer nichtlinearen Erzählweise vermittelt und variiert je nach der Spielweise. Dabei werden einzelne Kapitel zwischen dem achten und 23. Lebensjahr von Jodie durchlaufen. Bei linearer Betrachtung beginnt die Story von Jodie im Alter von acht Jahren, als Jodie auf der Straße spielt und ihr übernatürlicher Begleiter Aiden dabei einen Jungen fast zu Tode würgt. Ihre Adoptiveltern sind mit diesen unkontrollierbaren Kräften so überfordert, dass sie daraufhin Jodie in das Departement of Paranormal Activity (DPA) bringen, wo sie dem Forscher Nathan Dawkins und seinem Assistenten Cole Freeman übergeben wird, die dort ihre einzigen Bezugspersonen sind. Jodie durchlebt dort eine Menge Experimente, die je nach der Spielweise erfolgreich verlaufen oder komplett im Chaos enden.

Dabei werden ihre übernatürlichen Fähigkeiten nocht stärker entwickelt, womit sie beispielsweise Kontakt zur verstobenen Familie von Nathan aufnehmen kann oder andere Menschen willenlos machen und steuern kann. Dass ein normales Teenagerleben dabei quasi unmöglich ist, liegt auf der Hand und so wird auch eine normale Geburtstagsparty mit Freunden zu einem absoluten Desaster.

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Quelle: suwalls.com

Im Teenageralter wird Jodie von der CIA, die mittels Kondensatoren Experimente mit der Infrawelt durchführt, gebeten, eines der außer Kontrolle geratenen Portale zu schließen. Im Anschluss wird Jodie zu einer Spezialagentin ausgebildet und durchläuft unter der Betreuung von Ryan Clayton eine dreijährige Ausbildung. Doch als er sie bei einem Auftrag belügt, damit sie einen der CIA im Weg stehenden afrikanischen Politiker tötet, kommt es zum Bruch. Jodie flieht daraufhin von der CIA.

Natürlich bleibt solch eine Flucht nicht ohne Konsequenzen und so wird Jodie über mehrere Handlungsstränge hinweg von Polizisten und einer Spezialeinheit verfolgt. So findet sie beispielsweise Schutz bei einer Gruppe Obdachloser oder in der abgelegenen Wüste, wo jedoch ganz andere Gefahren und Aufgaben warten.

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Quelle: Gamespot.com

Hauptsächlich setzt sich Beyond: Two Souls mit der Frage auseinander, was nach dem Tod passiert. Gelobt wurde das Spiel vor allem aber durch seine herausragende Bildtechnik, den von Hans Zimmer und Lorne Balfe komponierten Soundtrack sowie die überzeugende Darstellung von Ellen Page.

Auch wenn das Spiel teilweise eher wenig Interaktionsmöglichkeiten bietet, empfehle ich dennoch das Spiel unbedingt zu spielen, denn wenn ihr Stranger Things mögt, dann werdet ihr Beyond: Two Souls lieben!

„So to recap: Young girl with shaved head. Check. Totally appropriate relationship with the father figure studying young girl. Check. Sensors to keep tabs of young girl’s powerful mind. Check. Otherworld that only the young girl is really good at going to. Check. Passage to that world dangerously open. Check. Linking up with a creature other people are obsessed with. Check.“ (time.com)

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