Game-Reviews auf This Is For Art Lovers? Ja, ihr habt richtig gelesen, denn eine meiner größten Leidenschaften, die hier bisher noch nie ihren Platz gefunden hat, sind Games, die durch ihre spannende und tiefgründige Handlung überzeugen. So wird die Konsole (in unserem Falle die Playstation 4) bei uns oftmals dem Binge-Watching vorgezogen und auch wenn die meisten dieser Spiele nur für Einzelspieler ausgelegt sind, findet man dennoch auch zu zweit Gefallen an der Geschichte, die erzählt wird.

Deswegen möchte ich euch heute Life Is Strange ans Herz legen,  ein 3D-Adventure bestehend aus fünf Teilen, dessen erste Episode vom französischen Entwickler Dontod Entertainment und im Januar 2015 vom japanischen Publisher Square Enix für diverse Konsolen, Windows und auf Steam veröffentlicht wurde. Nicht nur der großartige Soundtrack, bestehend aus Künstlern wie Alt-J, José Gonzales, Mogwai oder Local Natives lassen darauf deuten, dass in dem Spiel eher ruhigere Töne angeschlagen werden, die Handlung selbst könnte man wohl am besten als eine  durchweg tief emotionale Reise durch Raum und Zeit beschreiben.

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In Life Is Strange schlüpft ihr in die Rolle von Max Caulfield. Die 18-jährige Studentin lebte die letzten fünf Jahre in Seattle und kommt nun für ein Fotografiestudium an der renommierten Blackwell Academy in ihre Heimatstadt Arcadia Bay in Oregon zurück. Hier hat sie damals auch ihre beste Freundin Chloe zurückgelassen, zu der sie seither keinen Kontakt mehr hatte. Mit diesem Wiedersehen und dem typischen Highschool-Drama hat Max eigentlich schon genug zu tun. Doch zu allem Überfluss wird sie auch noch von einer unheimlichen Vision geplagt und entdeckt ihre mysteriöse Fähigkeit, für kurze Augenblicke die Zeit zurückdrehen zu können.

„I always feel like I have to overcompensate. For what, I have no clue. I’m only here to become a photographer, not president.“

— Victoria to Max in „Dark Room“

Die Manipulation von Raum und Zeit entwickelt sich im Laufe des Spiels als zentraler Pfeiler der gesamten Handlung. Was zuerst lustig und ziemlich praktisch erscheint um unbedeutende und bereits getroffene Entscheidungen rückgängig zu machen, beziehungsweise in eine andere Richtung zu lenken, spitzt sich die Handlung ziemlich zügig zu, was Max und Chloe in so einige ernstzunehmende Schwierigkeiten bringt.

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(Bildmaterial: PC Games)

Neben der hoch emotionalen Handlung, die sehr sensible und gut überlegte Entscheidungen für Max selbst und ihre Mitmenschen abverlangt, wird man auch durch die gesamte malerische Aufmachung in den Bann des Spiels gezogen, was auch hervorragend zur Geschichte der Protagonistin Max passt, immerhin ist sie schließlich Kunst- und Fotografiestudentin.

Mehr darf ich an dieser Stelle wegen der Gefahr zu Spoilern nicht verraten und bin selbst auch noch nicht ganz am Ende angekommen. Fakt ist aber, dass das Spiel durch die Farbgebung sowie durch die allgemeine Stimmung, die durch die Kulisse erzeugt wird, einfach eine perfekte Beschäftigung für verregnete Herbsttage ist.

Wer sich noch einen Eindruck verschaffen will, die das Ganze in Bewegtbildern aussieht, der sollte sich diesen Trailer vorab ansehen. Viel Spaß beim Spielen! 🙂

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