Da es sich bei dem folgenden Game-Tipp um den wohl besten Glücksgriff handelt, der mir jemals zwischen die Finger gekommen ist, kann und möchte ich euch dieses Exemplar aus der berühmten Sherlock Holmes-Reihe absolut nicht vorenthalten. Ich muss gestehen, dass ich erst mit der Geschichte Sherlock Holmes vertraut bin, seitdem die Kunstfigur mit den ungewöhnlichen Arbeitsmethoden und Schlussfolgerungen vom grandiosen Benedict Cumberbatch verkörpert wurde, obwohl die Figur schon gegen 1890 vom britischen Schriftsteller Sir Arthur Conan Doyle erschaffen wurde. Auch wenn ich Krimis absolut liebe, habe ich diese Geschichte bis dahin völlig zu Unrecht ignoriert.

Eine Kombination aus Langeweile und Lust, Geld auszugeben hat es dann aber möglich gemacht, dass ich mir Sherlock Holmes – Crimes and Punishments vor knapp einem Jahr für unschlagbare 10 Euro während einer Aktion im PSN kaufte. Was für ein Glückskauf, denn diese Reihe ist durchaus auch seinen Originalpreis wert.

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Denken wie der Meisterdetektiv

Während die BBC-Serie den Meisterdetektiv Sherlock Holmes in die moderne Zeit versetzt, geht es bei diesem Spiel um das damalige London. Hier wird also Kutsche und nicht Taxi gefahren. Die liebevollen Details der Umgebung, die London im späten 19. Jahrhundert darstellen soll, sind nicht zu übersehen und machen die Geschichte und Atmosphäre glaubhaft.

Im Laufe des Spiels gibt es sechs verschiedene Fälle zu lösen, die nur locker miteinander verknüpft sind. Eigentlich gerät man jedoch immer wieder per Zufall an den nächsten Fall, den sich Sherlock und sein Kollege Watson natürlich nicht entgehen lassen will. Hier gilt es üblicherweise diverse Zeugen zu befragen, Rätsel zu lösen die größtenteils wirklich nicht ohne sind und bloß nichts zu übersehen. Ist das doch der Fall, kann es durchaus frustrierend sein wenn man das Gefühl hat mit seinen Ermittlungen nicht vorwärts zu kommen. Leicht wird es einem bei diesem Spiel definitiv nicht gemacht.

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via noobfeed.com

Das besondere und ein, meiner Meinung nach grandioser Punkt bei diesem Spiel, ist es, dass man sich nicht nur durch kritische Fragen, sondern auch durch Indizien, die ein potentieller Verdächtiger an sich hat, seine Körperhaltung oder versteckte Merkmale, ein Bild von seiner gegenüberstehenden Person machen kann. So muss jeder genauer unter die Lupe genommen werden, erzählen kann man sich ja schließlich viel, auch, wenn es nicht stimmt. Durch die neu gewonnenen Erkenntnisse werden nun verschiedenste Aussagen und Handlungsstränge, also die synaptischen Verbindungen Sherlock Holmes‘ Gedankengänge, vom Spieler selbst sinnvoll miteinander verknüpft um daraus einen roten Faden entstehen zu lassen, der einem im besten Falle direkt zum Täter führt.

Wer falsch kombiniert, klagt den Unschuldigen an

Hier ist eindeutig Einfühlungsvermögen, Scharfsinn und Logik gefragt, denn der Spieler alleine entscheidet, wer am Ende an den Galgen geführt oder entkommen wird. Es ist also durchaus möglich in diesem Spiel einen Unschuldigen zum Täter zu machen, was das ganze wirklich bis zur letzten Sekunde spannendem Spiel macht.

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via savecontinue.com

Sherlock Holmes – Crimes and Punishments gibt es für mittlerweile nahezu jede Konsole sowie auch über Steam stammt vom ukrainischen Entwicklerteam Frogwares, denen mit ihrem siebten Anlauf ein Spiel geglückt ist, welches man definitiv als geglückt bezeichnen kann. Ich habe es natürlich wieder auf der PS4 gespielt und es hat mir so einige kurzweilige Spielstunden beschert und mit seiner tollen Grafik eine Augenweide vom Feinsten geliefert. Absolute Empfehlung!

Hat es jemand von euch auch gespielt und wie findet ihr es?

(Titelbild: savecontinue.com)

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