Sehen wir der Tatsache ins Auge: die Welt ist verdammt groß. Nie werden wir sie ganz begreifen und bereisen sowieso nicht. Viele Orte kennen wir lediglich aus den Nachrichten oder aus unseren Instagram-Streams. Doch das ist kein Grund groß auf die Tränendrüse zu drücken, denn im Rahmen der Globalisierung und der all umschließenden Datennetze sind selbst die entlegensten Winkel des Globus nur ein paar Mausklicks voneinander entfernt. Das ist zwar mindestens genauso so beängstigend wie überwältigend, bietet einem Großteil der Menschheit jedoch die Möglichkeit mit wenig Zeit- und Ressourcenaufwand in komplett fremde Kulturräume abzutauchen und den eigenen Erfahrungshorizont zu erweitern.

Ihr fragt euch jetzt sicherlich warum ich euch das alles erzähle – warum ich eure wertvolle Zeit raube, die ihr lieber für Tinder-Swipes und Instagram-Likes investieren wollt. Der Grund dafür ist, dass ich euch auf eine Reise um die Welt einladen und so euren Alltag ein wenig mehr Vielfalt bieten möchte. Ein ziemlich ambitioniertes Unterfangen ich weiß, aber das Ganze hat eine kurze Vorgeschichte.

Der Grund dafür ist, dass ich euch auf eine Reise um die Welt einladen und so euren Alltag ein wenig mehr Vielfalt bieten möchte.

Für das Jahr 2017 nehme ich mir jeden Monat eine neue Herausforderung vor, die mein Leben ein wenig weg von den ausgetretenen Pfaden der Normalität und hin zu einem bewussteren Umgang mit der Umwelt führen soll. Das klingt jetzt ziemlich hochgegriffen, soll es im Endeffekt doch vorallem darum gehen, den eigenen Geist und Körper mit neuen Ideen zu bereichern und so ein wenig aus der eigenen Wohlfühlzone herauszutreten. So habe ich mich zum Beispiel dieses Jahr einen Monat lang vegan ernährt oder meinen Instagram-Account täglich mit Schwarz-Weiß-Bildern gefüttert. Für den Juni bestand meine selbstgewählte Aufgabe darin, jeden Tag eine mir unbekannte und musikalisch ansprechende Band zu entdecken, um meiner Playlist des Alltags einen neuen Anstrich zu verpassen. Dabei führte mich meine Suche durch unzählige Blogs, Empfehlungslisten, Mediatheken, Festival Line-Ups und Plattenläden. Das Ergebnis dieser musikalischen Odyssee möchte ich nun mit euch teilen.

Wie das Anfangs erwähnte Datennetz spannen sich auch meine musikalischen Neuentdeckungen wie ein dichtes Geflecht über den Erdball und führen euch auf einen Trip von Ecuador bis Japan und von den Färöer Inseln bis Südafrika. Dabei rücken Newcomer mit weniger als 100 Facebook-Fans und gehypte Bloglieblinge in emotionale Nachbarschaft und versüßen so auch euren Alltag. Der genretechnische Bogen schlägt sich hierbei von Cold-Wave über Emo-Punk bis hin zu Synthie-Pop und bietet somit Musik für jeden Geschmack. Zur besseren Greifbarkeit habe ich die Stationen meines akustischen Abenteuers in einer übersichtlichen Kartendarstellung verpackt, in der ihr nach Lust und Laune stöbern und in die einzelnen Stücke reinhören könnt. Sicherlich findet ihr so den ein oder anderen Schatz und könnt auf der nächsten Party eure Freunde in Verzückung versetzen. Viel Spaß beim Entdecken von musikalischen Schätzen auf eurer Reise um die Welt in 30 Songs.

Mit dieser Karte einmal um die Welt in 30 Songs:

Hier alle Stationen in chronologischer Reihenfolge:

01 Oum Shatt – „Hot Hot Cold Cold“
02 Buerak – „Summer Courts“
03 Teksti-TV 666 – „Tuhatvuotinen Harharetki“
04 Manic Sheep – „No More Anger“
05 Ropoporose – „Horses“
06 Delagoon – „Techno Kids“
07 Tiny Little Houses – „Milo Tin“
08 Sail Into Night – „Inner Voices“
09 Tayos – „Conglomo“
10 Life In Sweatpants – „Girls“
11 Nilüfer Yanya – „The Florist“
12 Amy Ayanda – „Jessica“
13 Mostly Stories – „Goodnight“
14 Jakuzi – „Lubunya“
15 Lust Era – „La Cruz De Tus Brazos“

16 Chinese Football – „Thunderbolt From A Clear Sky“
17 Caidos Del Espacio- „Puedo Pero No Quiero“
18 Bruja – „Eject“
19 You Could Be A Cop – „Hard To Forget“
20 Sobs – „Girl“
21 Alex Nauva – „Help“
22 Kane Strang – „My Smile Is Extinct“
23 Blankenberge – „We“
24 Your Chin – „Fighting The Sumo“
25 Hoop – „Marlin Spike“
26 Frum – „No Shapes“
27 Luby Sparks – „Pop 1979“
28 Los Manises – „Flow Fideguay“
29 Samaris – „Wanted 2 Say“
30 Peaer – „I.H.S.Y.A.“

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