Mittlerweile ist es knapp eine Woche her, dass ich mich am vergangenen Sonntag auf die beschwerliche Reise nach Köln gemacht habe, um dort dem Skate & Surf Festival einen Besuch abzustatten. Beschwerlich, weil Mittelspurschleicher Dämonen aus der Hölle sind, die einen zur Weißglut treiben. Und weil ich die halbe Stunde, in der sich die Sonne ausnahmsweise mal wirklich hat blicken lassen, auf dem Beifahrersitz saß. Im Stau. Aber egal, in diesem Fall war ja das Ziel auch wirklich das Ziel und der Weg nebensächlich. (Besser als Zugfahren!)

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Nachdem die liebe Gesine ebenfalls im Stau stand und ich Depp mein Ticket in Münster vergessen und sie hatte, es noch einmal für mich auszudrucken, hatte ich am Einlass erst einmal Sorgen, doch noch Gebrauch von der Tageskasse machen zu müssen, aber die moderne Technik ließ mich nicht im Stich und der fancy Code ließ sich auch von meinem iPhone abscannen. Yes! Darauf erstmal ’ne Cola.

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Bevor ich mich richtig umsehen konnte, landete ich — natürlich — im Saltwater Shop. Wie immer musste ich mich zusammenreißen und der einzige Grund, warum ich den Mitarbeitern nicht meine EC-Karte auf den Tresen geworfen habe, war die Tatsache, dass das Shirt, in das ich mich spontan verliebt hatte, schlicht und ergreifend zu kurz war. Dammit! (Zum Trost habe ich immerhin eine Tasse mitgenommen, niemand kann je genug Geschirr haben.)

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Mit Gesi im Schlepptau ging es dann in die Ausstellung. Im vergangenen Jahr waren doch mehr Künstler vertreten und mich würde es so freuen, wenn die Mädels und Jungs den Fokus wieder ein bisschen auf regionale Fotografen legen würden, die dann auch vor Ort sein können und mit denen man auch mal über die Fotos quatschen und Fragen stellen kann. Ich weiß leider, leider nicht mehr, von wem die Bilder sind, die aus an den Strand gespülten Müll gemacht wurden, aber die haben mich besonders beeindruckt. Kann mir da vielleicht jemand aushelfen? Ich hätte nämlich sehr gerne nachfragt, woher die Motivation kam, gerade daraus Kollagen herzustellen. Kompagnon, Fotograf und Chaffeur Sebastian hatte sich in diesem Jahr ebenfalls etwas Besonderes einfallen lassen: Neben einigen Drucken gab es eine Lightbox zu bewundern — schade nur, dass die gedruckte Folie nach einem sehr gelungenen Probelauf etwas blass ausfiel. Aber wann läuft denn schon mal etwas perfekt?

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Draußen spielten währenddessen bereits Jules Ahoi & The Deepsea Orchestra und versammelten ziemlich viel Publikum im extragroßen Sandkasten. Schön, dass für jeden etwas dabei und gleichzeitig ein paar Kinder im Sand spielten. Unser anvisierter Termin zum frühabendlichen Yoga fiel leider aus und so entschieden Gesi und ich für einen Kir Breton und machten es uns nach einem weiteren Rundgang über den Flohmarkt, durch den Shop und an den verschiedenen anderen Workshops vorbei auf den Liegestühlen gemütlich. (Vom Miniramp Contest haben wir allerdings nur wenig mitbekommen, die Phase, in der ich anderen beim Skaten zugeschaut, muss ich irgendwie schon als Teenie übersprungen.)

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Da wir keine Lust auf Burger hatten, zog es uns Drei nach Ehrenfeld, wo wir es uns vorm Restaurant bzw. Imbiss „Libanon“ mit einigen Wraps gemütlich machten. Absolute Empfehlung von meiner Seite aus. Geht da hin! Nachdem wir wieder auf dem Festivalgelände waren, war der Umbau fürs Public Viewing schon abgeschlossen und der Raum gut gefüllt. Ich boykottiere die EM und so war dieses Spiel wirklich das erste, das ich gesehen hatte. Naja. Von den technischen Problem zur zweiten Halbzeit und dem Mädels in den Deutschland-Trikots, die sich uns regelmäßig knallhart vor die Nase gestellt und die ganze Zeit gequatscht haben, einmal abgesehen. Immerhin war das Cocktail-Special sehr lecker und Gesi und ich müssen im Nachhinein zugeben, dass zwei Kir Bretons für jede doch ausreichend waren, um ein bisschen beschwipst zu sein.

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Normalerweise bin ich ja ein wirklich netter Mensch und so half ich dann trotz Schwips und akuter Post-Prüfungsmüdigkeit noch beim Abbau, habe die Lightbox bzw. deren Gewicht mehrmals verflucht und war glücklich, dann doch noch irgendwann in mein Bett zu fallen. Für 2017 wünsche ich mir definitiv weniger Regen und vielleicht eine etwas organisiertere… Organisation. Es wurden so viele Workshops und Co. angeboten und ich musste teilweise echt suchen, um weitere Infos zu finden. Umso trauriger war ich, dass die Yoga-Stunde ausfiel. (Auch wenn ich dabei auch immer leichte Kreislaufprobleme bekomme.)

Viele Fotos vom Sonntag könnt ihr übrigens auch an dieser Stelle bewundern. Schön war’s, liebes Festival(-Team), bis zum nächsten Jahr! ♡

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