3 Serien, die du noch in diesem Frühling gesehen haben musst

Ich gehe an dieser Stelle einfach mal davon aus, dass ich nicht die einzige bin, die ihre Freizeit bei Schmuddelwetter damit verbringt, eins mit der Couch zu werden und eine Serie nach der anderen im Rekordtempo durchsuchtet. Und wie es manchmal so ist, bleibt schon nach kürzester Zeit von der beendeten Serie nichts mehr in seinen Gedanken haften und man ist auch irgendwie danach nicht schlauer als vorher. Fazit: Serien, die emotional nichts mit einem machen, sind eben keine guten Serien.

Aber um diese soll es heute gar nicht gehen – denn ich möchte euch gerne diverse Serien ans Herz legen, die sehr wohl etwas mit einem machen. Sie berühren, es werden Tränen gelacht oder sie fließen auch vor lauter Rührung – ich muss natürlich auch fairerweise sagen, dass sie bei mir immer aus irgendwelchen Gründen fließen, ich kann es doch auch nicht ändern.  Jedenfalls stelle ich euch heute meine liebsten Serien vor, die ich wirklich genossen habe und definitiv einen positiven, bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Los geht’s!

Please Like Me (Netflix)

Auf einer Suche nach einer unkomplizierten Feel Good-Serie für zwischendurch sind wir vor geraumer Zeit auf die australische Serie Please Like Me gestoßen. Und was soll ich sagen, ich hätte schon viel früher auf meine Freunde hören sollen, die mir die Serie vorab schon hartnäckig empfohlen haben.

Die Handlung ist schnell erzählt: Als der Protagonist Josh (Josh Thomas, übrigens auch gleichzeitig Produzent der Serie, der sich hier einfach selbst spielt) von seiner Freundin verlassen wird, merkt er, dass er sich von Männern hingezogen fühlt. Und schlägt sich auf eine eigenwillige Art und Weise mit diversen Alltagsproblemen herum, die neu entdeckte Homosexualität und das Dasein eines Mitzwanzigers so mit sich bringen.  Er findet sich nicht hübsch. Und zu wenig beliebt. Auch sein Mitbewohner Thomas (Thomas Ward) sowie seine anderen Freunde werden nicht so recht schlau aus ihm und seinem Verhalten. Nichtsdestotrotz möchte man beim Anschauen der vier Staffeln unbedingt Teil dieses Freundeskreises sein. Absolute Empfehlung weil Please Like Me einfach so liebenswert, lustig aber auch wirklich ehrlich ist.

«Die Sonne scheint, wir leben in der ersten Welt, wir essen einen 19 Dollar teuren Glacé-Coupe – aber ich denke wieder nur an mein hässliches Gesicht.» Josh ist zwar erst 21 Jahre alt, doch sein «Gesicht flattert schon wie bei einem alten Mann»

Easy (Netflix)
Easy, Stupid Love | Bild: Netflix

Wenn Liebe und Leid nicht so nah beieinander liegen würden, dann gäbe es wohl keine Scheidungsanwälte, Rosenkriege oder traurige Liebeslieder. Die Liebe als solches ist und bleibt eben ein Mysterium – die sich nicht so leicht mit einer chemischen Formel erklären lässt.

Genau um dieses Thema geht es in der kurzweiligen Netflix-Serie Easy, produziert von Joe Swanberg, die aus  mittlerweile zwei Staffeln mit jeweils acht Folgen besteht und deren Handlungsstränge allesamt lose miteinander verknüpft sind.

Die Netflix Serie Easy zeigt die Liebe schonungslos in all seinen Facetten

Jede Folge ist eine Geschichte für sich, die das Alltagsleben verschiedener Menschen durchleuchtet, die sich in Chicago durch das moderne Labyrinth aus Liebe, Sex, Technik und Kultur schlängeln. Und die Probleme dieser Menschen sind teilweise auch unsere Probleme. Oder wir haben sie irgendwie in ähnlicher Form selbst schon mal erlebt.

Wie ein gut portionierter Indiefilm ist Easy, so schön wie es erzählt wird, ein absolut wunderbarer Zeitvertreib – ich empfehle dafür einen verregneten Sonntagmittag in Kombination mit einer Kanne Tee, dicken Socken und etwas Schokolade.

This Is Us – Das ist Leben (Amazon Prime Video)

Bild: © NBC

„Nimm die sauerste Zitrone, die dir das Leben bietet, und mach daraus so etwas Ähnliches wie Limonade.“

Auch wenn alle Protagonisten in ihrem Dasein und ihrer Geschichten nicht unterschiedlicher sein könnten, so scheinen sie doch alle etwas gemeinsam zu haben. In der Serie This Is Us – Das ist Leben, die von den Produzenten Dan Fogelman, Jess Rosenthal, Charlie Gogolak, John Requa und Glenn Ficarra stammen, steht das junge Paar Rebecca (Mandy Moore) und Jack (Milo Ventimiglia) im Fokus, welches Drillinge erwartet. Doch am großen Tag der Geburt gibt es plötzlich Komplikationen und nicht alle Kinder überleben den Start in die Welt.

Die anderen Handlungen verlaufen parallel – wie zum Beispiel die von Kate (Chrissy Metz), die verzweifelt versucht Gewicht zu verlieren und auf ihrem steinigen Weg ganz unerwartet ihre große Liebe findet. Sowie die ihres Bruders Kevin (Justin Hartley), der sich als Schauspieler in Los Angeles zwar nicht über mangelnde Aufmerksamkeit beschweren kann, aber trotzdem seinen Platz in der Welt des Ruhms noch nicht gefunden hat.

Wie genau alles miteinander zusammenhängt, werde ich euch natürlich nicht verraten, aber die Serie beinhaltet auf jeden Fall ganz unerwartete Wendungen, was sie ziemlich spannend und durchweg wirklich liebevoll erzählt werden lässt. Meine derzeit großartigste Neuentdeckung und ich erwarte voller Vorfreude die zweite und dritte Staffel.

Habt ihr derzeit eine absolute Lieblings-Serie, die ihr empfehlen möchtet? Schreibt es gerne in die Kommentare und lasst uns daran teilhaben! 🙂

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