Hello, hello! Da bin ich wieder! Dieses Mal habe ich so ganz ausnahmsweise mal einen Veranstaltungstipp für euch im Gepäck, der nichts mit Kino zu tun hat. Wie, das geht? Ja, ab und an unternehme ich tatsächlich auch andere Dinge und verzichte auf die roten Samtpolster meines Lieblingsorts. Ich friere sogar freiwillig! Zumindest ein kleines bisschen. Vorgestern verschlug es nämlich die Lari und mich auf die Vorpremiere von Alice on the Run. Das Stück feiert heute Abend Premiere, ist aber noch bis zum 20. Mai einige Male zu sehen.

Aber vielleicht erst ein paar kurze Worte zum Theater Titanick. Das Ensemble, das in Münster und Leipzig beheimatet ist, ist bekannt für seine Open-Air-Inszenierungen, die ich in den letzten Jahren — und ich frage mich gerade, wieso eigentlich — leider nie besucht habe. Dabei war der Aufbau auf dem Münsteraner Hafenplatz eigentlich nicht zu übersehen. Immerhin bin ich jetzt ein bisschen schlauer! Theater Titanick ist bunt, laut, eine Tüte voller Bonbons quasi. Ohne große Worte, aber mit umso großartigeren Bühnenbildern und einer Bildsprache, die eine gesamte Erzählung tragen kann, haben sie uns definitiv überzeugt.

Alice on the Run, Theater Titanick
Bildmaterial: © Martin Jehnichen
Alice on the Run

Nach Titanic und Treibgut könnt ihr jetzt also das dritte Stück der Titanick-Akteure sehen und ich ärgere mich doch glatt ein bisschen, erst vorgestern das Vergnügen gehabt zu haben, diesem Theater einen Besuch abzustatten. Die aktuelle Interpretation der „Alice im Wunderland“-Geschichte passt so sehr in das aktuelle Zeitgeschehen. In Alice on the Run hat Alice ihre Heimat im Wunderland gefunden, verbringt ihre Freizeit mit dem weißen Kaninchen und überhaupt: Alles ist gut. Jetzt stellt euch einmal vor, Alice wird aus dem Wunderland gerissen, muss gehen und darf nicht bleiben. Eine wahre Odyssee beginnt und die beiden geraten an die kuriosesten Gestalten.

Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten, Alice on the Run ist 75 Minuten Unterhaltung, kurzweilig und nie langweilig. Als Zuschauer bleibt man im wahrsten Sinne immer in Bewegung. Ihr müsst euch das ansehen! Der Einlass startet immer um 21 Uhr, eine halbe Stunde später geht’s dann richtig los. Genug Zeit für ein paar leckere Manakish bei elbén, die direkt am Eingang zu finden sind! Dieses Projekt schafft nicht nur gutes Essen, sondern gibt auch syrischen Geflüchteten einen Arbeitsplatz und damit die Chance auf Integration. Hut ab, das können wir nur unterstützen! Last but not least: Tickets. Die gibt es im Vorverkauf und kosten zwischen 13 und 18 Euro — besser könnt ihr euer Geld kaum anlegen! Die Vorstellungen finden auch bei Regen statt, also bringt bei Bedarf Regenjacke oder Poncho mit, Regenschirme sind nicht erlaubt. (Ponchos könnt ihr bei spontan einsetzendem Meimelwetter aber auch vor Ort kaufen!)

So, genug geredet. Wir beide hatten Spaß, den solltet ihr auch haben, wie wir finden. Geht da hin, wirklich! 🙂 Alle Infos und noch mehr findet ihr natürlich auch auf der Website des Stücks oder bei Facebook.

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