Einmal Portland und zurück – in drei Tagen. Klingt nur schwer vorstellbar, aber mein Freundeskreis wundert sich irgendwie über gar nichts mehr, vor allem nach meinem Kurzausflug nach Las Vegas im vergangenen Jahr. Dass das alles nur einer bunten Mischung aus der lieben Schwester, die als Flugbegleiterin arbeitet, zu wenigen Urlaubstagen und zu viel Fernweh geschuldet ist, sollte vielleicht vorab nicht unerwähnt bleiben, immerhin würde ich, wenn ich auf gängigen Wegen Urlaub mache, niemals insgesamt 20 Stunden im Flugzeug verbringen, um vor Ort nur drei Tage dort zu sein.

Aber warum eigentlich nicht, denn im Endeffekt haben wir die Zeit vollends ausgekostet und alles im Schnelldurchlauf sehen und sogar auch genießen können, sodass es sogar für einen Portland-Guide inklusive coolen Tipps reicht. Wo es das beste Eis der Stadt (oder vielleicht sogar der Welt) gibt, wie ihr euch für nur 5 Dollar auf eine eventuelle Zombie-Apokalypse vorbereiten könnt und warum ihr unbedingt auch die Natur außerhalb der Stadtgrenzen von Portland sehen solltet, könnt ihr heute bei uns nachlesen!

Hipster or Homeless? I can’t tell.

Portland ist DAS Epizentrum der Hipster in den USA und wird, was ich gehört habe, als die kleine, hässliche aber nicht weniger coole Schwester San Franciscos gehandelt. Ob das stimmt? Dafür muss ich wohl auch San Francisco einen Besuch abstatten. Fakt ist, Portland bringt ihre Hipster noch mal auf ein ganz neues Level, was sich bei der Esskultur, den ganzen fancy Läden und auch bei dem Klamotten- und Musikgeschmack bemerkbar macht.

Was mir aber auch sofort aufgefallen ist, ist die große Anzahl an Menschen mit seelischen Erkrankungen, Drogenabhängigkeiten oder welche, die schlichtweg obdach- und mittellos sind. Zwar gehört sowas irgendwie immer zu einem Stadtbild dazu, aber selten habe ich so viele davon auf einmal gesehen. Aber vielleicht gehört das auch einfach zu einer Stadt, die ein bisschen locker mit allem umgeht, ja auch dazu.

Keep Portland weird!

Voodoo Doughnut, eine lebendige Artsy Fartsy-Szene, das weltweit größte Nacktradlertreffen und Freakybuttrue, einem ziemlich verrückten Kuriositätenladen: Portland ist bunt und hier läuft alles ein bisschen anders. Und Matt Groening, Erfinder der Simpsons, kommt aus dieser Stadt – viele Namen aus der Serie tragen die Namen der Straßen und es gibt für Fans der Simpsons sogar auch eine eigene Portland-Karte!

 

Menschen, die sich gerne durch ihre Urlaubsorte essen, werden in Portland jedenfalls überaus glücklich, denn an coolen Läden, Cafés und auch den stadtbekannten Foodcourts, den kleinen Containerständen, mangelt es hier definitiv nicht. Dort gibt es leckeres Essen zum fairen Preis. Oder man macht es einfach so wie wir und bedient sich im Whole Foods (USA-Urlauber kennen die Biomarkt-Kette wahrscheinlich schon) an der riesigen Selbstbedienungstheke, denn das Essen wird an der Kasse abgewogen, und isst direkt vor Ort. Bio, Organic und Vegan wird dort übrigens sehr großgeschrieben und auch die Kultserie Portlandia hat sich dem Thema schon mit einem Augenzwinkern angenommen.

Das beste Eis gibt es übrigens bei Salt & Straw in der 838 NW 23rd Ave. Portland, OR, wovon es auch in Los Angeles und San Francisco Läden gibt. Zwar war das ehrlich gesagt auch das einzige Eis, was wir uns gekauft haben, aber so etwas vergleichbar gutes hatte ich ohnehin noch nie in meinem Leben, dass man das wohl sowieso nicht toppen kann. Von Honey Lavender über Sea Salt Caramel bis hin zu Cinnamon Snickerdoodle – zwar kostet die Kugel stolze 4 Dollar, aber man kann sich vorab durchprobieren, bis man die richtige Wahl getroffen hat. Meiner Meinung nach war das Eis jeden Dollar wert und sogar die Waffeln werden dort selbstgemacht, ihr könnt euch also vorstellen, wie gut es in diesem Laden riecht!


  • Stumptown Coffee Roasters: 128 SW 3rd Ave, Portland, OR 97204 (davon gibt es aber einige Läden)
  • Voodoo Doughnut: 22 SW 3rd Ave, Portland, OR 97204
  • Whole Foods: 2825 E Burnside St, Portland

Powell’s Books: The World’s Largest Independent Bookstore

Darüber hinaus ist es natürlich ein MUSS den größten Independent-Bookstore der Welt aufzusuchen, Powell’s City of Books! Dort kann man sich übrigens stundenlang aufhalten, genau das haben wir nämlich getan, und dort gibt es neben den tausenden Büchern auf mehreren Etagen auch noch ziemlich coole Gadgets und Mitbringsel. Ich liebe diesen Laden und wünschte, ich hätte mir dort noch ein bisschen mehr gekauft.

Powell’s City of Books: 1005 W Burnside St, Portland, OR 97209

Portland – City Of Roses: International Rose Test Garden

Bei schönem Wetter lohnt sich definitiv ein Spaziergang zum Rose Test Garden, der nicht nur eine wunderschöne Aussicht über die Stadt bereithält, sondern auch über 7000 Rosen verschiedenster Arten. Auch hier wünsche ich mir wieder ich könnte beschreiben, wie großartig es dort gerochen hat, aber ich vertraue da voll und ganz auf eure Vorstellungskraft. Dort war es unfassbar schön!

The Freakybuttrue Peculiarium and Museum

So ein Insider-Tipp ist es vielleicht gar nicht, da ich ihn selbst von einem New York Times-Videoguide über Portland habe, aber dieser kleine, liebevoll chaotische Laden ist einfach nur verrückt. Für 5 Dollar findet ihr da eine ganze Menge Kitsch, Gruselspaß und das war eine ziemlich lustige Erfahrung mit meiner Schwester. Ich Schisser musste sie natürlich immer vorschicken, aus Angst mich zu sehr erschrecken. Sorry! <3

Da mir das besagte Video wirklich sehr geholfen hat, mir ein besseres Bild von Portland als Stadt und ihren interessanten Ecken zu machen, solltet ihr euch das vor eurem nächsten Städtetrip auch unbedingt ansehen!

Bereits jetzt schon ist dieser Beitrag bestimmt viel zu lang, deswegen gibt es noch einen weiteren Teil mit dem wohl schönsten Tag für mich in diesem Jahr, den ich dort verbracht habe!

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