Wie ich dem Instatagebuch im Januar ja bereits verraten hatte, durfte ich Anfang des Jahres einen Kurztrip nach Stockholm machen und während Gott und die Welt scheinbar bereits die „Hauptstadt Skandinaviens“ besucht haben, konnte ich mir nun endlich auch mein Bild von der Stadt machen. Der einschlägigen Meinung der meisten Reiseführer nach, ist Stockholm im Winter angeblich noch schöner als in den Sommermonaten – diesen Vergleich kann ich nun nicht machen – aber vor allem ist die Stadt im Winter absolut entspannend. Kaum Menschenmassen, ruhige und dunkle Abendstunden und ein wundervolles Glitzern aus Wasserflächen, schneebedeckten Häusern und einem Meer aus Lichtern. Einfach herrlich. Vor allem sollte man sich gute Wanderstiefel einpacken wenn man in Stockholm unterwegs ist, denn zur wundervollen Aussicht gehört leider meist ein recht ordentliche Anstieg. Ansonsten solltet ihr vielleicht auch vorher checken, welcher Geldautomat mit euren Karten kooperiert, denn ich habe so ziemlich jeden zweiten in der Innenstadt erfolglos ausprobiert – darüber hinaus könnt ihr übrigens (fast) überall mit Karten zahlen. Generell wird das Thema Geld euren Aufenthalt im entscheidenen Maße begleiten, denn nicht nur müsst ihr ständig umrechnen, sondern euch hier und da auch mal im Verzicht üben. FullSizeRender (8) Da meine Zeit in Stockholm auch eher überschaulich war, blieben die ausgiebigen Touren ins (angeblich) wunderschöne Umland leider in der Ideenschublade fürs nächste Mal. Statt ausgiebiger Wanderrouten empfehle ich euch hier ein paar übersichtliche DOs and DON’Ts für ein aufregendes Wochenende im „Venedig des Nordens“. DO:

  • wie in vielen anderen Metropolen gibt es auch in Stockholm einige Stadtführungen, bei denen ihr nach der Tour entscheiden könnt, was euch der Trip wert ist – ideal für kleine Geldbeutel und gute Einblicke in die Stadt
  • den wohl besten Plattenladen der Stadt findet ihr mit Pet Sounds auf der Södermalm – schräg gegenüber gibt es mit der Pet Sounds Bar auch noch ein trendige Musikkneipe
  • hier im Blog findet ihr ja des öfteren Beiträge über schwedisches Design, in Stockholm werdet ihr zugeworfen mit dem Kram – die ganze Stadt ist ein einziger Einrichtungskatalog. Schaut doch mal bei DesignTorgent, Modernity, Asplund und Co. vorbei
  • günstig und zentral übernachtet man übrigens auf der Rygerfjord (einem von mehreren Herbergsschiffen) – eine ordentliche Portion Matrosenfeeling gibt es gratis dazu
  • die verträumteste Ecke der Stadt befindet sich meiner Meinung nach hier – denn es kommt einfach alles zusammen: Ruhe, fantastischer Ausblick, Grünflächen, putzige Klischee-Häuser, hach toll – Buch einpacken und entspannen
  • wie bereits erwähnt ist vor allem Essen und Trinken doch recht teuer. Eine vielfältige und preiswerte Auswahl an Lokalen findet man aber in den Kungshallen auf der Norrmalm – besonders die asiatische Küche kann ich hier empfehlen

DON’T:

  • Alkohol – nicht nur macht euch das Zeug (zumindest temporär) dumm und führt zur Wortfindungsstörungen, sondern kann euch in Stockholm einen gigantischen Krater ins Portmonee zaubern. Bei den Preisen bekommt man für den Gegenwert von 6 Bier fast schon den Hin- und Rückflug finanziert…
  • ohne genaueres Informieren zu Museen gehen, denn die Zeiten sind hier alles andere als „normal“ und wechseln zwischen den Jahreszeiten schon sehr
  • die Insel Djurgården ist zwar die Grüne Lunge der Stadt, im Winter jedoch kein lohnenswertes Ziel (außer man muss unbedingt ins Abba-Museum). Im Sommer tobt hier wohl (angeblich) das Leben…

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