Klar, als Foodie, Lebensmitteltechnologie-Studentin und neugieriger Mensch liebe ich es neue Produkte auszuprobieren. Vor allem bei neuen veganen Produkten, die eventuell zu einer nachhalttigen Ernährung beitragen könnten, kribbelt es mir in den Fingern. In letzter Zeit habe ich immer mehr über Jackfruit/Jackfrucht gelesen – eindeutig Zeit, sich diese neue Trend-Food mal näher anzuschauen.

Hier ein paar Fakten über die Jackfruit:

Die Jackfrucht ist eine riesige – und mit riesige meine ich RIESIGE (Größe: 30 – 100 cm, Gewicht: 10-25 kg) Frucht, die aus Asien kommt und viel in Indien und Bangladesch angebaut wird. Sie ist verwandt mit Maulbeeren und besteht aus gelbem, weißem Fruchtfleisch, in dem große, schwarze Kerne versteckt sind. Nicht jeder kann sich mit dem Geschmack dieser Frucht anfreunden. Sie schmeckt ziemlich süß und manchmal sogar verrotet, wenn sie überreif ist. Aber Achtung! Die Jackfruit darf nicht mit der Durian verwechselt werden. Die Durian sieht zwar ähnlich aus, aber sie stinkt so dermaßen, dass sie in manchen asiatischen Ländern in öffentlichen Verkehrsmitteln verboten ist.

Jackfrucht besteht hauptsächlich aus Wasser und Kohlenhydraten und einem geringen Anteil an Protein (2 %). Das macht die Jackfruit natürlich nicht zu einem wirklichen Fleischersatz. Allerdings enthält die Riesenfrucht kaum Fett und ist kalorienarm. Und sie enthält außerdem eine ordentliche Menge Vitamin B6. Außerdem kommt sie der Konsistenz Fleisch ziemlich nahe, denn ihre Fruchtfasern erinnern an Muskelfasern. In Europa kann man Jackfrucht in Dosen, getrocknet oder in einer Vakuum-Verpackung kaufen. Sogar in der Lebensmittelabteilung mancher Drogeriemarkt-Ketten ist sie mittlerweile erhältlich.

Also habe ich den Test gewagt. 200 g für 3,45 Euro bekommt man bei DM. Ich habe die Stückchen ein wenig auseinander gezogen und mit Knoblauch, Tomatenmark, Paprikapulver, Salz und Pfeffer angebraten. Nicht mariniert, nur angebraten. Das ging ganz schön schnell und das Ergebnis: lecker! Die pure Jackfrucht hat nicht wirklich nach irgendetwas geschmeckt, aber mit den oben genannten Zutaten angebraten war das Ganze eine herzhafte und gut schmeckende Angelegenheit. Ich habe es dann als Special-Zutat für einen Nudelsalat verwendet, den wir zum Picknicken mitgenommen haben.

jackfrucht jackfruit angebratenFazit

Also wenn ihr nach einem möglichst unverarbeiteten Produkt mit einer fleischartigen Konsistenz auf der Suche seid und nicht davor zurückscheut, das ganze mit ordentlich Würze zu versehen und nebenbei fett- und kalorienarm essen mögt, solltet ihr der Jackfruit eine Chance auf eurem Teller geben. Probiert es unbedingt mal aus!

Weitere Rezepte von mir findet ihr auf KUECHLEIN oder hier unter FOOD.

Für eure Pinterest-Pinnwände:

Total
5
Shares

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.