Zwei Monate liegt unser Roadtrip nun hinter uns und ich kann mich einfach nicht entscheiden, ob es schon oder erst zwei Monate sind. Die Erinnerungen scheinen noch zum Greifen nah, jedoch ist mein Bikiniabdruck schon fast nicht mehr zu sehen. Es ist auf jeden Fall ein komisches Gefühl, dass etwas, wo man sich jahrelang darauf gefreut hat, auf einmal zu Ende ist. Aber wie schon gesagt: Die Erinnerungen, die bleiben. Und das sind einfach die besten und schönsten, die ich innerhalb von drei Wochen unterwegs hätte machen können!

Ein sehr großes Highlight gab es schon in den ersten Tagen unserer Reise, denn in San Francisco hat alles angefangen, eine Stadt, in die ich mich schon als Kind ungesehen verliebt habe. Und ich kann schon eines vorwegnehmen: Ich bin es auch jetzt noch, mehr denn je, nach unserem Besuch. Drei Tage haben wir uns für diese Stadt genommen, bevor es mit dem Mietwagen weiter ging. Drei Tage mit den unterschiedlichsten Verkehrsmitteln, den verschiedensten Blickwinkeln und ziemlich abwechslungsreichen Klimazonen. Letzteres ist übrigens typisch für die Stadt, aber dazu später mehr.

Nach einer Zwischenlandung im schönen Hartsfield-Jackson Flughafen in Atlanta (Georgia) landeten wir also in San Francisco. Nach etlichen Stunden auf den Beinen sind mir bereits im BART (Bay Area Rapid Transit, nur zu empfehlen, wenn man vom Flughafen SFO schnell und günstig in die Stadt möchte!) minütlich die Augen zugefallen – die Mischung aus stundenlanger Flugangst und unaufhörlicher Aufregung hat mich schlichtweg total erschöpft. Zum Glück lag unser Hotel direkt am Civic Center, eine der vielen Haltestellen, und von dort aus waren es nur noch wenige Meter Fußweg bis zum ersten Hotel unseres Roadtrips.

Unser erstes Hotel: GOOD HOTEL (112 7th St, San Francisco, CA 94103)

Passenderweise war es auch schon ziemlich spät am Abend und so konnten wir direkt nach dem Check-In ins Bett fallen um für den ersten richtigen Tag in Kalifornien fit zu sein. Leichter gesagt als getan – im Gegensatz zu meinem Freund hatte ich ziemlich mit dem Jetlag zu kämpfen (und vielleicht musste ich auch erstmal realisieren, dass ich mich endlich in meiner Traumstadt befinde), aber das war alles absolut machbar. Der Plan für den Morgen danach wurde nämlich schon lange vorab genau geplant, denn unsere Fähre nach Alcatraz startete um 09:45 AM!

Tag 1: Grüße aus Alcatraz

Break the rules and you go to prison, break the prison rules and you go to Alcatraz

Nicht nur für Menschen wie mich, die einen (seltsamen) Hang zu Knastdokus und Kriminalgeschichten haben ist die Reise nach Alcatraz empfehlenswert, sondern auch für solche, die sich die wunderschöne Flora und Fauna ansehen wollen. Dieses Stück Geschichte wird seit 1972 vom National Park Service behütet und ist seitdem der Öffentlichkeit zugänglich.

Ich würde jedem die Fahrt dorthin sofort empfehlen, denn durch die Fahrt mit der Fähre zur Insel habt ihr nicht nur einen unglaublich schönen Panoramablick über die Skyline von San Francisco – auch die Audiotour in der Sprache eurer Wahl ist richtig spannend und nicht nur eine lieblose Führung durch die Gefängnisareale, ihr könnt das, was ehemalige Häftlinge zu berichten haben, beinahe selbst spüren. Ein bisschen gruselig vielleicht, aber sehr informativ!

 

 

Wissenswertes und Tipps für einen Besuch auf Alcatraz:

  • Alcatraz gehört heute zum US National Park Service und arbeitet mit Alcatraz Cruises zusammen, sodass Touristen die Insel besuchen können.
  • Die Fähren fahren im 30 Minuten-Takt vom Pier 33 aus zur Insel, ganzjährig ab 08:45 AM (Early Bird Tour) bis 06:30 PM (Night Tour).
  • Tickets muss man sich auf jeden Fall (!) im Voraus von zuhause aus kaufen. Plant ihr in der Ferienzeit zu verreisen, sind Tickets oftmals Monate vorher absolut ausgebucht und vor Ort gibt es auch kaum eine Chance, ein Ticket zu bekommen. Ihr kauft Tickets für eine bestimmte Abfahrtzeit, diese ist dann auch nur für die von euch festgelegte Zeit gültig. Bei der Rückfahrt seid ihr flexibel.
  • Die offizielle Seite für den Ticketkauf ist die von Alcatraz Cruises, es gibt jedoch noch viele andere Anbieter, die euch wohlmöglich abzocken und ihr letztendlich doch kein gültiges Ticket habt. Vermeidet das und nutzt nur die oben verlinkte Homepage.

Zusätzliche Tipps:

  • Auch wenn es in San Francisco selbst warm sein sollte, nehmt euch dennoch eine Jacke mit. Logischerweise wird es auf einer Insel auch mal gerne ziemlich windig und kühl, die Temperaturen können da schnell mal um 10 Grad vom Festland abweichen.
  • Plant für eine ausgiebige Erkundungstour auf der Insel so um die 3 Stunden ein. Die Audiotour dauert ungefähr eine Stunde, man kann aber jederzeit immer wieder pausieren, sodass man sein Tempo selbst bestimmen kann.

Auch nach dem Ausflug zur Gefängnisinsel bliebt uns noch eine Menge Zeit, nachmittags die ersten Eindrücke unseres Roadtrips zu sammeln und ein bisschen Sightseeing zu betreiben. Glaubt mir, ich habe eine Menge zu erzählen und Eindrücke zu verarbeiten. Zum Glück hatten wir vor unserer Weiterfahrt noch zwei volle Tage im schönen San Francisco vor uns!

Deswegen möchte ich euch, bevor ich die nächsten Travel Diaries vorbereite fragen, was genau ihr von unserem Roadtrip wissen möchtet. Sollte ich genauer auf die Kosten eingehen, auf die Do’s und Dont’s in den USA selbst, auf die Vorbereitung (Route, Buchung, Hotelauswahl, Unterlagen usw.) oder vielleicht auf etwas ganz anderes, worauf ich jetzt nicht gekommen bin? Ich bin mir nämlich sicher, dass es hierzu für viele Fragen gibt und viele gerne auch so eine Reise machen möchten und ich kann euch vielleicht weiterhelfen?

Total
16
Shares

1 comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.